!!! Weltneuheit !!!

Udo Schmidt erfindet den ersten automatischen Huf- und Klauenreiniger

In Milchviehbetrieben herrscht im Moment folgende Situation: Die Kühe stehen in Boxenlaufställen auf Spaltenböden, unter denen sich die Gülle befindet. Die Kühe treten ihren eigenen Kot durch die Spalten. Dies bedeutet, dass sie die meiste Zeit in ihrem eigenen Kot stehen -unter Umständen 24 Stunden an 365 Tagen. Dadurch entsteht ein hohes Risiko der Infektion.

Um hier Abhilfe zu schaffen, gab es so genannte Reinigungsbecken, durch die die Tiere, wenn sie zum Melken gehen, hindurchlaufen. Es ist allerdings festgestellt worden, dass die keimtötende Lösung in dem Reinigungsbecken schnell verschmutzt und unkontrolliert in großen Mengen auf die Füße der Kühe aufgetragen wird. Wenn die Kühe sich nach dem Melken ausruhen und hinlegen, liegen sie mit ihren Zitzen auf ihren Klauen. So gelangt das Lösungsmittel an das Euter und auf diese Weise auch in den Milchkreislauf, was zu Qualitätseinbußen der Milch führt.

In Pferdebetrieben werden, wenn das Pferd aus der Box geführt wird, die Hufe per Hand ausgekratzt bzw. gereinigt. Dies bedeutet, dass vier Hufe angehoben und gereinigt werden müssen und anschließend der Standort mit dem Besen gesäubert werden muss. Die gleiche Arbeit liegt wieder vor, wenn das Pferd vom Training zurück in den Stall geführt wird. Das heißt, Sand und Schmutz bzw. kleine Steine müssen entfernt werden. Da es sich in den meisten Fällen um beschlagene Pferde (Hufeisen) handelt, ist auch eine erhöhte Vorsicht bei diesen Arbeiten geboten.

Udo Schmidt suchte nun nach einer Möglichkeit die Situation bei der Huf- und Klauenhygiene zu verbessern. Er entwickelte eine Maschine, die eine automatische Reinigung der Hufe und Klauen ermöglicht.

Das Prinzip besteht darin, dass das Tier über einen Stahlrost geht, zwischen dem sich Bürsten drehen. Nach monatelanger Arbeit war der Prototyp fertig und konnte in der Praxis getestet werden. Im Test hat sich gezeigt, dass die verschmutzten Hufe durch die Anordnung der Bürsten einwandfrei gereinigt werden. Auch kann keine Scheu des Tieres vor dem Geräusch des Motors oder den sich drehenden Bürsten beobachtet werden. Es ist eher so, dass das Tier die Fußmassage als angenehm empfindet.

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Abbildung 1: Huf- und Klauenreiniger im Praxistest

Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand. Im täglichen Geschäft mit dem lieben Vieh nimmt die Hygiene der Hufe einen Großteil der Arbeit in Anspruch. Mit dem automatischen Huf- und Klauenreiniger von Udo Schmidt wird diese Arbeit um einiges erleichtert.

Allerdings geht es hierbei nicht um den grundsätzlichen Entfall der Reinigung von Hand und der daraus resultierenden Überwachung des Hufes bzw. der Klaue mit dem Auge, sondern vielmehr um die möglichst häufige Reinigung der Hufe und Klauen um langfristig das Hufbild und damit das Wohlbefinden des Tieres zu verbessern.

Abbildung 2: Udo Schmidt erklärt seine Erfindung

Die Reinigungsfläche der Maschine ist 2,80 Meter lang und 1 Meter breit, dadurch kommt jeder Huf des Tieres beim Überqueren der Roste mindestens dreimal mit den Bürsten in Kontakt. Den Bedürfnissen der Großbetriebe angepasst, ist in die Maschine eine Lichtschranke integriert die beim Passieren eines Tieres die Bürsten automatisch anspringen lässt. Verlässt das Tier den Reinigungsbereich bleibt die Anlage stehen und „wartet“ auf das nächste Tier. Der dabei anfallende Schmutz wird mittels einer Förderschnecke abtransportiert.

Die meistens mit Medikamenten durchsetzten Verunreinigungen der Klauen vom Milchvieh werden aufgefangen und können direkt entsorgt werden. Somit wird verhindert, dass gesunde Tiere mit den Krankheitserregern in Kontakt kommen. Wie verschiedene Studien zeigen, ist eine hygienische Reinigung der Klauen bei Milchvieh entscheidend für die Milchleistung.

Weiterhin besteht die Möglichkeit einer direkten Applikation des Desinfektionsmittels an die Klaue. Dies wird durch die Verwendung spezieller Bürsten im Endbereich der Roste ermöglicht. Dadurch ist gewährleistet, dass der Desinfektion stets die Reinigung vorausgeht. Mit Hilfe einer Pumpe wird das entsprechende Medikament auf die Bürsten aufgetragen und die Klauen bei Kontakt benetzt.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit zur Höhenverstellung. Damit wird die Maschine den Anforderungen der Pferdewirte gerecht, die auf den unterschiedlichen Abstand des Hufes mit oder ohne Eisen eingehen müssen.

Der automatische Huf- und Klauenreiniger ist eine Weltneuheit, die in vielen Bereichen zur Anwendung kommen kann. Zusätzlich zu den oben erwähnten Pferde- und Milchviehbetrieben kann die Maschine auch in Schaf- und Ziegenbetrieben, sowie bei der Vorbeugung oder Bekämpfung von Tierseuchen zum Einsatz kommen.

Der automatische Huf- und Klauenreiniger von Udo Schmidt ist mit einem Gebrauchsmuster sowie einem Patent europaweit geschützt.

Für weitere Informationen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder besuchen Sie die Homepage des Huf- und Klauenreinigers.

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euflagge1 Diese Erfindung wird gefördert aus Mitteln des europäischen Wirtschaftsfonds für regionale Entwicklung